Was macht ein Unternehmer? Die Zukunft gestalten!

Wo findet man in vielen kleinen und mittelgroßen Unternehmen die Unternehmer: Sie stehen an der Maschine, sie nehmen Aufträge von Kunden entgegen oder hören sich ihre Beschwerden an. Sie beugen sich mit Mitarbeitern über einen Stapel Dokumente, um ein Problem in der Produktion zu lösen und führen ernste Gespräche mit Mitarbeitern, die nicht so arbeiten, wie sie sollen. Sie führen Excel-Tabellen zu Produktionsstückzahlen und Liquidität werden dabei alle zehn Minuten von einem Mitarbeiter unterbrochen, der eine Frage hat oder eine Entscheidung vom Chef haben möchte. Kurz: Die meisten Unternehmer verbringen einen Großteil Ihrer Tage mit operativer Arbeit in der Gegenwart und nicht mit dem, was sie eigentlich tun sollten, nämlich die Zukunft ihres Unternehmens gestalten. Dafür bleibt dann nur noch wenig Zeit – meist am Abend und am Wochenende. Schön ist das nicht – und auf keinen Fall gut für die Weiterentwicklung des Unternehmens.

 

Erste Aufgabe: Aufgaben abgeben

Wenn sich ein Unternehmen positiv entwickeln und weiter wachsen soll, muss der Unternehmer sich um die Zukunft kümmern, sonst droht Stagnation. Um die Zeit dafür zu gewinnen, müssen Mitarbeiter mehr und mehr Aufgaben übernehmen, der ganze Betrieb so organisiert werden, dass der Unternehmer nicht mehr die zentrale Auskunfts- und Entscheidungsstelle ist. Wie man Aufgaben so abgibt, dass man wirklich nichts mehr mit ihnen zu tun hat, steht in unserem Blogartikel „Aufgaben abgeben? Ja, aber bitte mit System!“→ http://www.revoyo.com/2015/aufgaben-abgeben-ja-aber-bitte-mit-system/

 

Das Unternehmen stabil machen für die Zukunft

Und dann? Dann sitzt der Unternehmer vor einem leeren Schreibtisch, stundenlang betritt niemand sein Büro und das Telefon bleibt still. Was dann? Der Unternehmer geht golfen? Ja, kann er auch tun, die Zeit hat er jetzt. Aber vor allem kann er sich mit dem wirklich wichtigen Thema beschäftigen – der Zukunft: Der Unternehmer ist dafür verantwortlich, dass das Unternehmen stabil bleibt und gut gerüstet ist für die Zukunft. Das bedeutet zunächst einmal, Risikomanagement zu betreiben: Was könnte passieren, was das Unternehmen aus dem Gleichgewicht bringt? Wie können wir uns darauf einstellen? Solche Ereignisse können zum Beispiel der Wegfall eines wichtigen Kunden oder eines entscheidenden Lieferanten sein. Wenn sich der Unternehmer nach und nach diese Risiken bewusst macht und Maßnahmen ergreift, um die Folgen zu beherrschen, dann wird das Unternehmen immer stabiler.

 

Wachstum gestalten

Zur Zukunftsvorsorge gehört auch die Frage, wie zentrale Positionen im Unternehmen künftig besetzt werden können. Wie können Mitarbeiter weiterentwickelt werden, sodass sie in solche Positionen hineinwachsen? Auch das Wachstum des Unternehmens birgt Risiken! Wenn es sehr stark wächst, müssen Strukturen, Abläufe und sogar die Räume schnell genug mitwachsen. Hierfür muss der Unternehmer die erforderlichen Ressourcen beschaffen und bereitstellen. All diese Überlegungen müssen rechtzeitig angestellt werden und dafür braucht der Unternehmer Zeit.

 

Wie wird unsere Welt in Zukunft aussehen?

Soweit das Risikomanagement. Die zweite große Aufgabe des Unternehmers ist die Zukunftsforschung. Hier geht es darum, sich die Welt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vorzustellen: Welche Bedürfnisse werden die Menschen haben? Welche Chancen liegen darin für uns? Welche neuen Techniken und Arbeitsmethoden werden uns voraussichtlich zur Verfügung stehen? Welche Trends entwickeln sich in den Absatzmärkten des Unternehmens? Was verändert sich in den Vertriebsstrukturen, zum Beispiel im Handel? Aus diesen Überlegungen entwickelt der Unternehmer Ideen, wie sein Unternehmen in Zukunft aussehen sollte und trifft die entsprechenden Vorbereitungen.

Wenn der Unternehmer diese beiden Aufgaben – Risikomanagement und Zukunftsforschung – kontinuierlich und gründlich erledigt, wird das Unternehmen immer gerüstet sein und sich stabil entwickeln.

 

 

 

 

0
  Weitere Artikel zu diesem Thema